22.06.2006
Bündnis 90/Die Grünen fordern Aufklärung zum Thema Piratenfischer
Im vergangenen November und Dezember lagen fünf Schiffe im Fischereihafen der Hansestadt, die illegal, unreguliert und undokumentiert die Meere leer fischen und damit das �kosystem des Meeres tief greifend schädigen und auch unseren Fischern die Lebensgrundlage entziehen. Die EU hat deshalb in einer Verordnung festgelegt, dass Schiffe dieser Art in europäischen Häfen nicht versorgt werden dürfen - weder mit Treibstoffen, Vorräten noch mit Dienstleistungen, um die �berfischung der Meere nicht auch indirekt logistisch zu unterstützen.
Trotz der bekannten Rechtslage hat die Rostocker Fischereihafen GmbH diesen Schiffen erlaubt vor Anker zu gehen.
Es stellt sich die Frage, ob die Verantwortlichen nicht mit den rechtlichen Aspekten vertraut sind oder ob sie bewusst dagegen versto�en haben. Die Stadt als Eigentümer und damit der Oberbürgermeister sind gefordert diesen Missstand zu beseitigen. Es darf nicht noch einmal zu einer vergleichbaren Situation kommen, die das Image der Hansestadt bundesweit schädigt.
"Es ist unbegreiflich, dass so etwas in Rostock vorkommt und offensichtlich keine Konsequenzen gezogen werden. �ber einen Dringlichkeitsantrag versuchen wir das Thema Piratenfischer noch auf die Tagesordnung der Bürgerschaft am 5. Juli zu bekommen", so Johann-Georg Jaeger, Sprecher des Rostocker Kreisverbandes der Grünen.





