08.03.2005
Faire Chancen für Frauen in allen Berufen
Unter diesem Motto gab es zum diesjährigen Internationalen Frauentag am Vormittag des 8. März eine Aktion der Rostocker GR�NEN auf dem Universitätsplatz mit Blumen und zahlreichen Infomationen. Ziel dieser Aktion war es, Mädchen und junge Frauen zu ermutigen sich für zukunftsfähige, gut bezahlte und interessante Berufe zu entscheiden.
â??Frauen haben es im Berufsleben immer noch schwerer als Männer, besonders in Führungspositionen haben wir viel zu wenig Frauen. Das wollen wir ändernâ?? erklärt Juliane Waldschläger von BÃ?NDNIS 90/DIE GRÃ?NEN. â??Ein Grund dafür liegt in der Doppelbelastung junger Frauen, die sich um Beruf und Familie gleichermaÃ?en kümmernâ?? so Frau Waldschläger weiter.
Studien haben gezeigt: Junge Frauen wissen viel zu wenig über die tatsächliche Berufsrealität und ihre Aufstiegschancen. So entscheiden sich viele Mädchen für Berufe im pflegerischen Bereich, da sie als â??familiennahâ?? gelten. Dabei lassen sie oft auÃ?er acht, dass genau bei diesen Berufen die Arbeitszeiten schwer mit Kindern und Familie vereinbar sind. Hier müssen die BeraterInnen ein realistisches Bild des Berufes vermitteln.
Denn so erläutert Frau Waldschläger weiter: â??Mädchen unterschätzen ihre Fähigkeiten in den mathematisch- naturwissenschaftlichen Fächern immer noch. Die Berufsberatung muss darauf ausgerichtet sein, Mädchen so zu beraten, dass sie in Kenntnis vielfältigster Berufsbilder und der jeweiligen Einkommens- wie Aufstiegschancen frei entscheiden können, in welchem Beruf sie arbeiten und ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen.â??
In der Lebensphase, in der sich die jungen Frauen für einen Berufs- oder Hochschulausbildung entscheiden, steht die Familienplanung oft noch nicht im Mittelpunkt. Spätestens bei dem Einstieg in das Berufsleben oder im Verlauf der beruflichen Entwicklung steht für die meisten jungen Frauen die Frage, wie sich Kinderwunsch und Familie mit einer Berufstätigkeit der Mutter in Einklang bringen lassen. Trotz der neu geschaffenen Möglichkeiten durch den Staat, flexible Elternzeiten in Anspruch zu nehmen, sind es zu 95% die Mütter, die mit ihren Kindern in der ersten Lebenszeit zuhause bleiben. Die Akzeptanz von Seiten der Arbeitgeber ist da leider noch sehr unterschiedlich ausgeprägt. Obwohl es gesetzliche Regelungen gibt, besteht bei vielen jungen Frauen Befürchtungen, den beruflichen Wiedereinstieg nur unter Schwierigkeiten zu erreichen. Hier gilt es, weitere Aufklärungsarbeit zu leisten.





