20.11.2006

Für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Rostock

Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft birgt nach Ansicht vieler Kritiker erhebliche Risiken für Gesundheit, �kologie und die branchenspezifischen Wirtschaftsstrukturen. Unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Nachhaltigkeit ist die Ausbringung gentechnisch veränderter Pflanzen darum entschieden abzulehnen.

Nach Auffassung der Fraktion Bündnis 90 ist gentechnikfreie Landwirtschaft auch für die Hansestadt Rostock ein wichtiges Thema. Die Ausbringung gentechnisch veränderter Pflanzen stellt eine potentielle Gefahr für das gesamte �kosystem dar und steht damit auch im Widerspruch zur Entwicklung des Leitbildes "Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern" so der Fraktionsvorsitzende Johann-Georg Jaeger.

Zur nächsten Bürgerschaftssitzung am 06.12.2006 hat Bündnis 90 einen interfraktionellen Antrag der Fraktionen Bündnis 90, Die Linke.PDS, SPD und Rostocker Bund initiiert. Danach soll der Oberbürgermeister beauftragt werden, auf allen von der Hansestadt Rostock verpachteten landwirtschaftlich genutzten Flächen ein Verbot für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen durchzusetzen.

Pächter sollen sich zukünftig au�erdem verpflichten, dieses Verbot auch auf weiteren in ihrem Eigentum oder Besitz befindlichen Flächen einzuhalten. Entsprechende Klauseln sollen bei Neuverpachtungen in die Verträge aufgenommen bzw. bei bestehenden Verträgen nachverhandelt werden.