28.03.2006

Jugendamt bleibt hart in seiner Förderungspolitik gegenüber Vereinen

Es ist schon erstaunlich wie sich die Begründungen im Laufe der Diskussion um die Förderung von freien Trägern der Jugendhilfe ändern, so Frank-Egon Na�, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft für Lesben-, Schwulen- und Gleichstellungspolitik von Bündnis 90/Die Grünen. Aber an der Situation ändert sich leider nichts, so Na�.

In der vergangenen Sitzung des Jugendhilfeausschusses der Bürgerschaft Rostock ging es letztmalig um die Zuwendungen an freie Träger der Jugendhilfe in Rostock.

War es bis dahin klar, dass das Projekt "sex+love" des rat & tat e.V. (Verein für Schwule und Lesben) nicht mit dem AIDS-Centrum Rostock e.V. zu vergleichen ist, so stand heute für den Amtleiter fest, das Projekt nicht mehr zu fördern und alle Aufgaben an das AIDS-Centrum zu geben. Trotz aller sehr vernünftigen Vorschläge der Ausschussmitglieder, eine Finanzierung auch in abgeschwächter Form zu gewährleisten, stellte der Amtleiter aus seiner fachlichen Sicht fest, es sind die gleichen Angebote und damit kann man(n) einsparen. Leider lie� der Jugendhilfeausschuss sich davon überzeugen. Bleibt nur die Frage zu klären, wer sich jetzt um die verschiedensten Lebensweisen und die Akzeptanz für diese an den Schulen, Jugendeinrichtungen und in der Beratung von Eltern, Lehrern und Interessierten kümmert, so Na�.

Das AIDS-Centrum wird nach Auffassung des Sprechers der Landesarbeitsgemeinschaft, selbst wenn diese eine 0,5 VBE noch dazu bekommen, dem nicht mehr gerecht werden können und mit vielen untypischen Aufgaben überlastet werden zum Nachteil ihrer Betreuten und zum Nachteil unserer Kinder und Jugendlichen.