02.05.2006
Rostocker B�NDNISGR�NE kritisieren unverhältnismä�igen Polizeieinsatz
â??Rostock ist bereit gewesen gegen Rechtsradikalismus im Land und Ihrer Stadt friedlich zu demonstrieren. Leider hat der Rostocker Polizeieinsatz durch eine groÃ?flächige Absperrung der Innenstadt und die Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs dies erheblich erschwert.â?? so Susan Schulz, Sprecherin der Rostocker Bündnisgrünen.
Ein groÃ?es Lob gilt nach Meinung der Grünen dem DGB und der Initiative â??Bunt statt Braunâ?? für die Organisation des Festes für Demokratie auf dem Neuen Markt.
Kritik üben die Grünen am Polizeieinsatz, der angesichts der überlegenen Einsatzkräfte und der fast vollständigen Sperrung der Innenstadt einen komplett gewaltlosen Demonstrationsverlauf hätte garantieren können. Am Steintor lie� die Polizeiführung die Gegendemonstranten auf steinwurfweite an die NPD Demo heran. Dies wurde bedauerlicherweise von einer kleinen Gruppe ausgenutzt. Die Polizei reagierte mit einer dreistündigen Einkesselung der Gegendemonstranten. �ber 500 friedlichen Menschen wurde somit die Teilnahme an dem Demokratiefest faktisch verboten. Deeskalierend hat diese Taktik sicher nicht gewirkt. Positiv war dagegen das Engagement des Pastors Tilman Jeremias, der vermittelnd auf beide Seiten eingewirkt hat.
Die Steinwürfe wären durch eine konsequent auf Gewaltlosigkeit setzende Polizeitaktik vermeidbar gewesen, wenn die Sperrkette der Polizei einen gröÃ?eren Abstand zur NPD-Demo gezogen hätte. Die Polizei hat nach Meinung der Grünen von Anfang an auf eine Einkesselung aller Gegendemonstranten gesetzt. Es schien so, als ob der Konflikt am Steintor bewusst provoziert wurde, um die Gegendemonstranten festzuhalten. â??Wir halten das für ein völlig unangemessenes Vorgehen, da der überwiegende Teil der Gegendemonstranten friedlich war und erwarten eine entsprechende Auswertung des Polizeieinsatzes.â?? so Susan Schulz.





